Velotour mit Genuss

DER PERFEKTE MOMENT
  • 23. Mai - 11.05
  • 22°
  • 277 m
  • Glücklich

Steintische, die unter Buchen stehen, sind Sinnbild für die einfache und authentische Tradition der Grotti. Du lässt dein Rad stehen und folgst dem Duft der Polenta, die über dem Feuer gekocht wird. Nach einer gemütlichen Fahrt dem See entlang, einem Aufstieg mit der Seilbahn, schattigen Strassen im Wald und Gassen durch historische Dörfer ist eine Gazzosa jetzt genau das Richtige.

Nebenan setzt die orange-blaue Zahnradbahn zur Fahrt auf den Monte Generoso an, wo seit 2017 Bottas Steinblume steht. Wir steigen in den Sattel und sind bereit für die Tour, die uns als Erstes durch die ruhigen Strassen von Capolago führt. Das metallene Geräusch der Schienen wird leiser, während wir uns entfernen. Die Luft ist frisch, unser Rhythmus langsam und am Horizont wird ein blauer Streifen sichtbar: der See. Die wenig befahrene Strasse führt durch Häuser mit bunt bemalten Toren. Rechts sehen wir das Baptisterium San Giovanni, das älteste erhaltene christliche Bauwerk der Schweiz. Es ist Zeit für einen ersten kulturellen Halt in dieser ruhigen Ecke von Riva San Vitale.

Wir treten wieder in die Pedale und folgen dem See. Seine Oberfläche ist von der leichten Brise gekräuselt. Eine Ente, die auf dem Steg liegt, waermt sich in der Sonne auf. Ein Kayak kommt mit jedem Paddelstoss näher, bis es auf unserer Höhe ist. Wir haben es nicht eilig, sondern wollen uns umsehen und jeden Augenblick geniessen. Nach rund zwanzig Minuten erreichen wir das Dorf Brusino. Auf beiden Strassenseiten sind bunte Häuserreihen, wenige Schritte vom See entfernt. Am anderen Ufer ragt über den Dächern von Morcote der unverwechselbare Glockenturm der Kirche Santa Maria del Sasso.

Brusino Arsizio, ein farbenfrohes Dorf am Luganersee

Das farbenfrohe Ufer von Brusino Arsizio am Luganersee

Blick auf Morcote, eines der schönsten Dörfer der Schweiz

Blick auf Morcote, eines der schönsten Dörfer der Schweiz

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Ein Moment der Entspannung in der Locanda San Silvestro in Meride

Pause in der Locanda San Silvestro in Meride

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Mit dem Velo entlang kleiner Dörfer im Tessin

Brusino Arsizio am Luganersee und am Fuss des Monte San Giorgio

Die farbenfrohe Seepromenade von Brusino Arsizio am Luganersee

In Brusino steigen wir in die Gondel nach Serpiano. In wenigen Minuten bringt sie uns ohne Anstrengung auf den Monte San Giorgio, der dank seinen Fossilien aus der mittleren Trias zum UNESCO-Welterbe gehört. Auf der Fahrt verändert sich die Landschaft nach und nach: Das Blau des Sees weicht zuerst dem Grün der Wälder, dann dem hellblauen Himmel mit seinen Schäfchenwolken. Es ist ein milder Frühlingstag mit besonders lebendigen Farben. In nur fünf Minuten erreichen wir die Bergstation. Von hier aus haben wir einen grossartigen Ausblick in Richtung Lugano und Alpen.

Weiter geht’s. Wir steigen wieder in den Sattel, um die schattige Strasse runterzufahren. Die Bäume schützen uns vor der Sonne. Die Luft riecht nach Frühling – ein unverwechselbarer Duft, der schwer zu beschreiben ist. Nach ein paar Kurven halten wir an, lassen die Fahrräder stehen und folgen zu Fuss einem Weg, der zu den Fossilienfunden führt. Und wenn wir schon da sind, gönnen wir uns eine erfrischende Pause an einem Naturteich. Der Hunger meldet sich. Wir schauen auf die Uhr: Tatsächlich, es ist Mittagszeit. Wir fahren weiter in Richtung Meride. Hier gelangen wir durch ein altes Tor in den Innenhof eines für diese Gegend typischen Lokals, das eine wunderbare Sicht auf die Hügel und die Ziegeldächer bietet.

Das Mittagessen wird uns in Erinnerung bleiben: einfache Gerichte, mit Liebe serviert. Wir machen uns bereit, und schon pedalen wir durch die Weinreben am Fusse des San Giorgio. Die Luft ist klar, die Sonne steht hoch am Himmel. Wir entdecken ein kleines Grotto unter Bäumen: charakteristische Steintische, Polenta, die langsam auf dem Feuer köchelt, fröhlich plaudernde Menschen. Es ist der perfekte Moment für eine erfrischende Gazzosa. Als ich den Bügelverschluss öffne, macht es Plop! und eine kleine Explosion von Luftbläschen kitzelt mein Gesicht, wie eine Frühlingsbrise. Noch eine letzte Anstrengung und wir haben’s geschafft. Nach ein paar Kurven sind wir zurück am Ausgangspunkt. Wir sind in die Pedale getreten, haben gut gegessen und haben Neues entdeckt. Ein Tag voll von Natur, Tradition und authentischem Tessin. Auch die Bahn macht nun Pause an der Talstation, nebenan der glitzernde See.

Antonia Nessi, - Direktorin des Museo Vincenzo Vela
Antonia Nessi,Direktorin des Museo Vincenzo Vela
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Im Museo Vela befinden wir uns in einem Raum voller Geschichten, die bis heute nachklingen.
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NÜTZLICHE INFO

Die 28 km lange Rundstrecke auf asphaltierten Strassen eignet sich für jeden Fahrradtyp und vereint See und Berge. Dank der bequemen Bergfahrt mit der Seilbahn lassen sich ohne Anstrengung Ausblicke auf die südlichste Region des Tessins geniessen.


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