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Novazzano

Das Dorf Novazzano wurde zwar in einem amtlichen Dokument der Diözese Como 875 erstmals als „Nepotiano“ erwähnt, doch wurde es erst ab 1335 als Gemeinde bezeichnet. Es war fast sicher bereits in römischer Zeit besiedelt; dies ergibt sich beispielsweise aus einem Altar, der im Ortsteil Castel di Sotto gefunden wurde und noch heute im Gemeindehaus zu sehen ist. Im 6. Jahrhundert wurden bei der Ankunft der Langobarden zwei unterschiedliche Festungen errichtet: das „Castrum apud pontem“ (im Gebiet Castellaccio) und das „Castrum suptus Castellum“ (in Castel di Sotto), integrale Bestandteile der Befestigungslinie, zu der auch das Castello di Pontegana in Balerna gehörte.

 

Ab dem Mittelalter gehörte das Dorf zur Freigrafschaft Seprio und war der Familie „De Novezano“ zugewiesen, kleinen Vasallen, die ein Lehen von etwa sieben Hektaren besaßen (zwei davon im Bereich der heutigen Gemeinde). Im Jahr 1512 wurde Novazzano eine eidgenössische Landvogtei; 1562 folgte die Trennung von der Pieve Balerna und die Gründung einer eigenen Pfarrei.

 

Im 19. Jahrhundert entwickelte sich im Gebiet Boscherina in Novazzano eine kleine, aber blühende Ziegelindustrie; es wurden die Gruben von Meereston aus dem Pliozän in der Valle della Motta ausgebeutet. In neuerer Zeit, nach dem Zweiten Weltkrieg, änderte sich das Bild der Gemeinde langsam, aber stetig: Zunächst wandelte sich das Bauerndorf zum Standort einiger Industriebetriebe und ist heute hauptsächlich eine Wohngemeinde. Das bedeutendste Zeugnis der bäuerlichen Vergangenheit von Novazzano ist zweifellos der Bauernhof Pobbia, ein leuchtendes Beispiel des sogenannten Agrarkapitalismus, der zu Beginn dieses Jahrhunderts in die „Tessiner Geländekammer“ des Freilichtmuseums Ballenberg transportiert wurde; Pobbia ist das größte Exponat im Ballenberg.

Eigenschaften

  • TRANSPORTMITTEL Bus