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Rovio

Rovio genießt eine privilegierte Lage mit einer herrlichen Aussicht auf den Luganer See und einem Hinterland, das sich bis zum Gipfel des Monte Generoso erstreckt und eine üppige Vegetation aufweist.

 

Dank seiner Lage und der engen Verbindung mit den Transitachsen ins Intelvese war das Gebiet seit dem Altertum bewohnt; dies ergibt sich aus den archäologischen Funden aus der Eisenzeit, die im Jahr 1846 auf der Straße nach Arogno entdeckt wurden und zahlreichen römischen Gräbern, die als Brunnentröge wiederverwendet werden, wie in den Gassen des Dorfes zu sehen ist.

 

Im Hochmittelalter gehörte Rovio zum Gerichtskreis Castelseprio und private Liegenschaften „in illa de Rovi“ werden ab 852 erwähnt; möglicherweise stammen die ersten religiösen Gebäude aus jener Zeit.

 

Zu einer vorwiegend landwirtschaftlich geprägten Wirtschaft mit Ackerbau, Weinbau, Viehzucht und Herstellung von Holzkohle kam die Abwanderung von Arbeitern aus dem Baugewerbe und Kunsthandwerk hinzu. Ganze Familien waren während mehrerer Generationen überall in Europa tätig, von London bis Rom: die Bagutti, Carlone, Galli, Manni und Mazzetti; sie haben auch ihren Geburtsort mit beachtlichen Werken bereichert.

 

Dank einer intelligenten lokalen Politik hat auch die ausgeprägte Entwicklung hin zur Wohngemeinde seit den Sechzigerjahren das kostbare Gleichgewicht des Dorfzentrums nicht verändert, wo edle Gebäude die noch gepflasterten Plätze und Gassen säumen: Auf der Piazza Fontana der spät-neoklassische Palazzo Bagutti, erbaut 1864 mit zahlreichen Räumen, die von Gemälden aus dem 19. Jahrhundert geschmückt werden; die Häusergruppe in der Via Generoso, die Fresken, welche die Heilige Sindone darstellen, eine Madonna mit Heiligen und den Heiligen Antonius aus Padova; die Casa Vassalli mit einem Fresko der Flucht nach Ägypten aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts; die Casa Groppi, in Riaasòtt, mit einem Flachrelief der Madonna mit Kind von Domenico Bagutti (1784-1831); auf der Piazza dal Torc die Casa Carlone, deren Salon von Giovanni Carlone zwischen 1695 und 1700 mit Fresken bemalt wurden.

Eigenschaften

  • TRANSPORTMITTEL Bus