Geschichte: Hoch zu Pferd ist alles noch schöner

Leventina Western – von Kanada ins Leventinatal

Eine Reise mit Eva Arnoldi zur Entdeckung einer unberührten Wildnis.

Durch die atemberaubende Landschaft des Leventinatals reiten, in einer Jurte auf der Alp übernachten, einen Frischkäse geniessen, entschleunigen... und das einfache Leben schätzen, wie es früher war. Das sind die Zutaten für die originellen Trekkingtouren, die Eva Arnoldi mit Leventina Western anbietet.

DAS IST

Eva Arnoldi, Gründerin von Leventina Western

Eva Arnoldi, Gründerin von Leventina Western
Die Landschaft des Leventinatals hat der von Wyoming nichts zu beneiden.

Eva Arnoldi ist im Mesolcinatal aufgewachsen und verbrachte jeden Sommer mit ihrem Vater im Leventinatal auf dem Bauernhof Marachiei in Osco. Ihre Liebe zur Natur und insbesondere ihr Interesse an Pferden nahm da ihren Anlauf. Schon als Kind stieg sie in den Sattel, um die Ziegen auf die Alp zu begleiten. Die Erinnerung an diese Aufstiege und an die freie Pferdeherde auf den Almen veranlasste sie, ihre Leidenschaft für Pferde mit dem Beruf der Käserin zu verbinden. Eine Kombination, die sich im Laufe der Jahre als erfolgreich erwiesen hat. Die Mutter von drei Kindern teilt heute ihre Zeit zwischen der Familienkäserei, in der sie mit ihrem Vater und ihrem Ehemann arbeitet, und Leventina Western auf, wo sich alles um Pferde dreht. 

DIE GANZE GESCHICHTE


Pian Cavallo

Dabei wollte sie doch eigentlich Lehrerin für textile Gestaltung werden! Stattdessen verbrachte Eva nach dem Abschluss der landwirtschaftlichen Schule Plantahof in Landquart einige Zeit in der Deutschschweiz auf einem Pferdezuchtbetrieb. Danach reiste sie nach Kanada zu ihrem Onkel und lernte dort den amerikanischen Reitstil. In den unendlichen Weiten Kanadas perfektionierte sie ihre Technik und lernte vor allem, dass das Pferd nicht bloss ein Zeitvertreib, sondern in erster Linie ein Transportmittel ist.

Eva erklärt, dass in Kanada der Umgang mit Pferden anders wahrgenommen wird als in Europa. Die Landwirte gehen morgens hinaus und kommen abends zurück, ohne jemals aus dem Sattel gestiegen zu sein, selbst wenn der Weg schwierig war. Sie lassen das Pferd für sich selbst sorgen und seinen Weg finden, so wie es das in der Natur tun würde. Eine einleuchtende Philosophie, die Eva bei ihrer Rückkehr nach Osco mitgenommen hat. Der Wunsch zurückzukommen war gross, und schliesslich haben die Landschaften des Leventinatals denen in Kanada nichts zu beneiden.

Osco, Valle Leventina
Osco, Valle Leventina

Neben ihrer Arbeit als Käserin gründete sie im Jahr 2010 mit Leventina Western ihr eigenes Ding.

Osco, Valle Leventina
Osco, Valle Leventina

Eva erzählt, dass viele Menschen Angst vor Pferden haben. Sie selbst hatte bis sie 13 war auch Angst. Nur indem sie sich diesem Gefühl stellte, gewann sie Vertrauen und den Respekt des Pferdes. Mit Leventina Western wollte sie den Menschen helfen, ihre Angst vor Pferden zu überwinden und gleichzeitig die unberührte Natur ihrer Region zu entdecken. Am Anfang war es nicht einfach. Sie ritt die Pferde anderer Leute und führte immer einen Sattel im Kofferraum mit. Nach und nach gelang es ihr, eigene Pferde zu kaufen, und sie begann, Camps und Kurse für Kinder anzubieten. Später kamen Reitausflüge und mehrtägige Trekkings hinzu. 

Beim Pferdereiten kann man die Natur bewundern und ihre Einfachheit schätzen.
Osco, Valle Leventina

Im Tessin gibt es nicht viele, die wie Eva Arnoldi Pferdetrekkings im Hochgebirge anbieten. Die Pfade sind teilweise anspruchsvoll und erfordern ruhige und gut ausgebildete Pferde. Im Sommer stellt Eva ihre acht Pferde für verschiedene Touren zur Verfügung. Eine der beliebtesten ist der zweitägige Crazy Horse Memorial Ride von Giornico durch das Piumognatal bis auf die Alpe Geira.

An manchen Stellen ist es wie in Wyoming. Das Leventinatal ist ausserordentlich schön, und die Leute sind immer wieder begeistert. Die malerische Landschaft hat sie dazu veranlasst, mit einem Freund, der sich für die amerikanischen Ureinwohner begeistert, die Pferdewanderung mit einem besonderen Moment zu verbinden: Abends, um die Feuerstelle bei Musik, wird die Geschichte von Crazy Horse (einem legendären Häuptling) erzählt.

Osco, Valle Leventina
Pian Cavallo

Nach den Strapazen des Tages gibt es eine Verkostung lokaler Produkte. 

Pian Cavallo
Pian Cavallo, Valle Leventina

Eine weitere Trekkingtour führt zur Familienalp Pian Cavallo (2'100 m) mit Übernachtung in der magischen Atmosphäre einer Jurte. 

Die Organisation der Pferdetrekkings von Mai bis September erfordert Zeit und ist eine grosse Teamleistung, an der die ganze Familie beteiligt ist. Eva fühlt sich durch die Begeisterung ihrer treuen Kundschaft reichlich belohnt. 

Osco, Pian Cavallo
Pro tip
Reitunterricht, Ausritte, Wanderungen im nördlichen Leventinatal und Camps für Kinder, die sich der Welt der Pferde nähern wollen. Evas Angebote sind vielfältig und werden zu verschiedenen Zeiten des Jahres angeboten.
Es gibt viele Gelegenheiten, die abwechslungsreiche Tessiner Landschaft in Begleitung von Tieren zu entdecken. Auf den Pfaden des Monte Comino kann man Lama Trekking machen und die Stadt Mendrisio veranstaltet jedes Jahr ihren Palio, ein traditionelles Eselrennen.
Am 1. August öffnen zahlreiche Tessiner Bauernhöfe ihre Tore! Anlässlich des Schweizer Nationalfeiertags wird das traditionelle Frühstück mit lokalen Produkten in Gesellschaft genossen.

«Ich träumte von etwas Eigenem, einer Tätigkeit, mit der ich meine Leidenschaft für Pferde ausleben kann.»

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