Geschichte: Zu Besuch im Walserdorf

Dolce Vita in der Hängematte

Einfach mal abhängen in Bosco Gurin, im Rovanatal und vom Alltag abschalten.

In der bezaubernden Landschaft von Bosco Gurin eine Hängematte mieten und authentische Erlebnisse sammeln. Das Projekt Ggurijnar Hermi fördert den langsamen Tourismus und den Zugang zu den Menschen, die hier leben.

DAS IST

Zita Sartori, Hängematten-Vermieterin

Zita Sartori, Hängematten-Vermieterin
Bosco Gurin ist ein Dorf, das reich an Geschichte und Legenden ist. Wenn man sich in einer Hängematte ausruht, kann man die Energie der Weltu spüren.

Wie wäre es, zwischen zwei Lärchen zu baumeln und dem Gesang der Kohlmeise zu lauschen? Das Rauschen des Baches geniessen, den Duft von Wiesen und Wäldern einatmen, ein Buch lesen oder einfach nur loslassen und entspannen… Dazu braucht es nicht viel: Man leihe sich eine ultraleichte Hängematte und mache sich auf den Weg, um die zwölf Stationen rund um Bosco Gurin zu entdecken.

Das im Sommer 2021 von Zita Sartori lancierte Projekt Ggurijnar Hermi stösst im Tourismussektor auf ein positives Echo. In den Vermietungsstellen im Walserdorf haben Besucher:innen die Möglichkeit, mit der einheimischen Bevölkerung in Kontakt zu treten und anschliessend in eine märchenhafte Landschaft einzutauchen, in Einklang mit der Natur. Ein Erlebnis zum Entschleunigen, sich selbst finden und um die jahrhundertealte Geschichte und Kultur des höchstgelegenen Bergdorfes des Kantons Tessin kennenzulernen.  

DIE GANZE GESCHICHTE


Bosco Gurin, Vallemaggia

Eine Hängematte aufhängen und die Natur geniessen? Eine Idee von Zita.  Als Zita während der Pandemie ihre Masterarbeit schrieb, hat sie mehrere Monate in Bosco Gurin verbracht und dabei das Dorf, seine Menschen und die unberührte Natur hautnah erlebt. Um ihre Batterien aufzuladen, hat sie sich in ihrer Hängematte entspannt. Da hat sie den Wunsch verspürt, dieses Gefühl mit anderen zu teilen. 

Die Hängematten sind wie Fahnen und zeigen den Besuchern die Schönheit und Einzigartigkeit von Bosco Gurin. Ein herrlicher Anblick, bei dem man einfach innehalten muss. Zita hat sich entschieden, die Hängemattenstationen in Ggurijnartitsch, also dem einheimischen Dialekt, zu benennen. Auch der Name des Projekts – Ggurijnar Hermi – greift den Walser Dialekt auf. Die Guriner nannten die Orte, an denen sie beim Heumachen eine Pause einlegten, Hermi. Im Grunde sind dies die Rückzugsorte der Einwohner von Bosco Gurin. 

Bosco Gurin, Vallemaggia
Bosco Gurin, Vallemaggia

Als Kind hat Zita die Wochenenden und den Sommer immer in Bosco verbracht. Obwohl sie nicht das ganze Jahr über hier lebt, spürt sie die Walser Wurzeln sehr stark. 

Bosco Gurin, Vallemaggia
Ich wollte ein kulturelles Projekt vorschlagen, das auch die Einheimischen mit einbezieht.
Bosco Gurin, Vallemaggia

Das Projekt erlaubt, das Dorf und seine Traditionen zu entdecken, die Gegend zu erkunden und vor allem mit der einheimischen Gemeinschaft in Kontakt zu treten. Aus diesem Grund werden die Hängematten in der Bäckerei, im Museum Walserhaus und im Bed & Breakfast Casa Moni ausgeliehen und zurückgebracht.  

Es gibt 12 Standorte, an unterschiedlichen Stellen, die für alle geeignet sind. So gibt es welche in der Nähe des Dorfkerns, andere sind weiter entfernt. Normalerweise platziert Zita die Haken entlang markierter Wege, damit Wanderer anhalten und dort ihre Hängematte aufhängen können.  

Bosco Gurin, Vallemaggia
Bosco Gurin, Vallemaggia

Diese Erfahrung steht allen offen: den Besuchern, die nach Bosco Gurin kommen, aber auch einheimischen Familien, Kindern und allen, die ihren Urlaub im Dorf verbringen.

Bosco Gurin, Vallemaggia
Bosco Gurin, Vallemaggia
Pro tip
Wussten Sie, dass... bei der Auswahl einiger Standorte die Kinder, die das ganze Jahr über im Dorf leben, einbezogen wurden?
Bosco Gurin, das höchstgelegene Dorf des Tessins, wurde zu einem der schönsten Dörfer der Schweiz gewählt. Es ist auch ein beliebtes Ziel im Winter und empfängt Schifahrer und Schneewanderer.
An einigen der vorgesehenen Plätze können auch mehrere Hängematten dicht nebeneinander aufgehängt werden, um den Tag in Gesellschaft zu geniessen.

«Anhalten, die Hängematte aufhängen und die Aussicht geniessen. Mehr braucht es nicht.»

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