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Melano

Melano war bereits im Altertum besiedelt, wie der Fund einer römischen Nekropole mit etwa dreißig Gräbern belegt. Ab 799 werden mehrmals Güter und Besitzungen in Melano urkundlich erwähnt, so 847 jene der Abtei Sant’Ambrogio in Mailand.

 

Während des zehnjährigen Krieges zwischen Como und Mailand (1118-1127) spielte sein von den Bewohnern von Como erbautes Festungssystem mit einem hölzernen Turm zur Verteidigung der Ufer eine bedeutende Rolle.

In Castelletto, wo jetzt die Wallfahrtskirche der Madonna steht, wurde ein erstes Schloss errichtet, aber 1340 durch einen Erdrutsch des Monte Generoso zerstört. Vom zweiten Schloss, das in der Ortschaft Castellaccio an der alten Verbindungsstraße nach Capolago errichtet worden war, aber von den Eidgenossen zu Beginn des 16. Jahrhunderts zerstört worden war, sind noch die Ruinen eines Turmes und einer Ringmauer zu sehen.

 

Der See bildete die Verbindung zu Lugano und seinem Markt und zu dem religiösen und rechtlichen Zentrum Como, war aber von grundlegender Bedeutung für die Wirtschaft von Melano, die jahrhundertelang gleichzeitig auf Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Viehzucht beruhte.

Die stets knappen Ressourcen führten periodisch zur Emigration berühmter Künstler aus Melano und den anderen Dörfern des Mendrisiotto: Die Familien Stella, Polatta, Melana, Gianola, Bonetti, Brenni, Cremonini und andere haben ihre Spuren in ganz Europa hinterlassen.

 

Die Seidenspinnerei wurde 1840 eröffnet, die Tanninfabrik 1928. Beide erlangten in der Neuzeit große Bedeutung für die lokale Wirtschaft.

Tannin wurde zum Gerben von Leder verwendet und von der Tannini Ticinesi SA aus Kastanien extrahiert. Die Fabrik hatte etwa siebzig Menschen beschäftigt, wurde aber 1964 geschlossen wegen der Wettbewerber aus Italien, der Einführung von künstlichem Tannin, der Einfuhr von Holz aus Südamerika, das wesentlich billiger als das lokale Kastanienholz war und schließlich wegen der Umweltverschmutzung. Die verlassenen Gebäude wurden 1987 abgerissen.

Der sehr hohe Schornstein, der jahrelang allein am Seeufer stand, war prägend für die Landschaft, wurde aber 2003 abgerissen.

 

Nevercrew – Christian Rebecchi und Pablo Togni – sind ein Duo Street Künstler aus dem Tessin und seit 1996 aktiv tätig. Im 2015 waren sie auf der Liste der 100 einflussreichsten Künstler im Graffiti Art Magazine aufgeführt.

Sie kehrten ins Tessin zurück um zwischen dem 16. Bis 22. Oktober ihr Werk mit dem Title Disposing Machine, auf die Gebäudemauer der Firma Artrust, welche die Ausstellung Street Art: von Basquiat bis Banksy, der König der Strasse organisiert, zu realisieren.

 

Credits Images - Nevercrew
© “Disposing machine” – Pittura murale realizzata per Artrust a Melano (CH), 2017 - @NEVERCREW

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