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Hermann Hesse

Hermann Hesse wurde 1877 in Calw (Württemberg) geboren. Sein Vater war Russe, seine Mutter hatte mit ihrem Vater, einem Prediger und tiefen Kenner der orientalischen Kultur, lange Zeit in Indien verbracht. Von 1881 bis 1886 lebte die Familie in Basel. Nach Deutschland zurückgekehrt, studierte Hermann Hesse bis 1892 in Maulbronn. Die spätere Arbeit war mit einem intensiven Selbststudium verbunden, wobei er auf die umfangreiche Bibliothek seines Grossvaters zurückgreifen konnte. So vertiefte er seine Kenntnisse der Philosophie, der Theologie und der Dichtkunst. Einige Jahre später war er als Buchhändler in Tübingen tätig, um dann nach Basel zu übersiedeln. Er veröffentliche seine ersten Gedichte (1899) und unternahm die erste Italienreise (1901). 1904 heiratete er und liess sich am Bodensee nieder, wo seine drei Söhne zur Welt kamen. Er war Mitarbeiter von Zeitschriften, hielt Vorträge, brachte seinen ersten Roman "Peter Camenzind" heraus und pflegte Kontakte zur Gemeinschaft des Monte Verità. 1911 folgte eine Ceylon und Indonesienreise. Während des Ersten Weltkrieges weilte Hesse in Bern, äusserte sich kritisch zu den Ereignissen und setzte sich für Kriegsgefangene ein. Eine familiäre Krise näherte ihn der Psychoanalyse. Er übersiedelte nach Montagnola im Tessin und wohnte in der Casa Camuzzi. 1922 erschien "Siddharta", sein bekanntestes Werk. Seine zweite Ehe dauerte nur wenige Jahre. Nach der dritten Heirat liess er sich 1931 in der Casa Rossa nieder. Die Tessiner Jahre waren von vielerlei Anregungen und bedeutenden Begegnungen gekennzeichnet: Zu seinen Gästen zählten Brecht, Thomas Mann und Kerényi. 1946 wurde Hermann Hesse der Nobelpreis verliehen. Er starb 1962 und liegt auf dem Friedhof von Gentilino begraben.