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Cabbio

Die Geschichte von Cabbio (seit 2009 Teil der Gemeinde Breggia) ist eng mit jener der umliegenden Dörfer verbunden. Auch die Ortsteile Gaggio und Uggine gehören zu Cabbio. Dieses wird 1188 als Cabio erstmals urkundlich erwähnt; eine Urkunde von 1299 bezieht sich auf Grundstücke des Kathedralkapitels von Como im Tal. In der Nähe stand auch ein Schloss als Zentrum einer größeren Gebietseinheit.

Cabbio gehörte zuerst zu Muggio und trennte sich zunächst in religiöser Hinsicht davon, blieb aber bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts mit der Pfarrkirche Balerna verbunden. Zur politischen Trennung kam es im Verlauf des 17. Jahrhunderts. Cabbio umfasste bis 1805 auch Casima, am gegenüberliegenden Ufer der Breggia. Die Kirche Ascensione (oder San Salvatore) befindet sich auf einer großen Terrasse am nördlichen Eingang des Dorfes. Sie wurde 1554 erstmals urkundlich erwähnt, zwischen 1780 und 1795 umgebaut, 1818 geweiht und 1821 zur Pfarrkirche. Das Innere des Gebäudes wird durch die Stuckdekoration von Domenico Fontana und einige Fresken mit der Geschichte der Passion Jesu und des Täufers bereichert, einem Werk von Domenico Pozzi.

Der Lebensunterhalt wurde hauptsächlich aus der Landwirtschaft, der Nutzung von Almen und Wäldern und der Emigration bestritten. Nach dem Zweiten Weltkrieg führte der tief greifende soziale und wirtschaftliche Wandel zur Entvölkerung von Cabbio, zum Verzicht auf traditionelle Tätigkeiten und zur Veränderung der Kulturlandschaft. 1980 wurde das Ethnografische Museum des Muggiotals gegründet und 2003 in der Casa Cantoni eröffnet, einem imposanten Bau aus dem 17. Jahrhundert, einst Wohnsitz der Familie Cantoni. Wie andere Dörfer des Tales weist Cabbio einen wertvollen öffentlichen Brunnen auf, 1844 erbaut nach den Plänen von Luigi Fontana, versehen mit einem zentralen Waschtrog, seitlichen Tanks, angegliederten Tränken und Steinplatten auf vier toskanischen Säulen.Seit 2016 ist es Teil der Vereinigung der schönsten Dörfer der Schweiz.

Eigenschaften

  • TRANSPORTMITTEL Bus