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Ospizio San Gottardo

Der Gotthard ist mehr als ein Pass. Im Laufe der Jahrhunderte wurde er als Zentrum Europas, Lebensader oder Fels in der Brandung der Weltgeschichte betitelt. Die kürzeste Verbindung zwischen Norden und Süden wird seit Jahrtausenden genutzt. Gastfreundschaft hat auf dem Pass denn auch eine lange Tradition.

Schon im 11. Jahrhundert soll auf der Passhöhe mit ihren Bergseen eine Kapelle gestanden haben, die Reisenden bei Unwettern Schutz bot. Grundmauern, die bei Ausgrabungen gefunden worden sind, deuten auf eine Entstehung in karolingischer Zeit oder sogar noch früher hin. Der Mailänder Erzbischof weihte die Kapelle dann 1230 dem heiligen Godehardus – Gotthard – von Hildesheim.

Bald darauf entstand ein Hospiz, in dem die zahlreichen Rompilger und Reisenden Unterschlupf fanden. Erstmals urkundlich erwähnt wurde es 1237. Ab 1685 wurde die Herberge von Kapuzinermönchen geführt, welche wegen des extremen Wetters auf dem Pass die Sondergenehmigung erhielten, Schuhe tragen zu dürfen.

Mittellose Reisende erhielten Unterkunft, ein Stück Brot, Käse und Wein zur Stärkung; zur Mittagszeit gab es auch eine Suppe. Kranke wurden gepflegt, bis sie weiterreisen konnten. Jährlich sollen 4000 Arme und Mittellose im Hospiz verpflegt worden sein.

Nach einer wechselvollen Geschichte – unter anderem musste das Gebäude nach dem Krieg zwischen Russen und Franzosen Anfang des 19. Jahrhunderts wieder aufgebaut werden – ging das Hospiz in den Besitz des Kantons Tessin über.

Schliesslich wurde die Gebäudegruppe auf dem Pass, zu der nebst dem Hospiz die Sust und das Albergo San Gottardo gehören, 1972 von der Stiftung Pro Sankt Gotthard erworben. Diese setzte sich zum Ziel, «die Gebäude und die Landschaft des St. Gotthard als Zeugen der Nationalgeschichte und Ausdruck der Freiheit und Unabhängigkeit der Schweiz für künftige Generationen zu bewahren».

Die europäische Dimension des Hospiz

Mittlerweile hat die Stiftung alle Gebäude restauriert. Die Alte Sust wurde 1986 in ein Museum mit Restaurationsbetrieb umgewandelt, das inzwischen jährlich Tausende von Besuchern aus aller Welt anlockt. Auch das Hospiz wurde vor dem Zerfall bewahrt. Im August 2010 nahm es als Drei-Sterne-Hotel seinen Betrieb auf. Mit seinen 14 Zimmern und 30 Betten dient es als Dependance des Hotels San Gottardo.

Gleichzeitig wurde es in die Liste des europäischen Kulturerbes aufgenommen. Dieses Label zeichnet die Bedeutung eines Denkmals für die Geschichte und Kultur Europas aus. Das Hospiz sei seit Hunderten von Jahren Sinnbild für die Verbindung der Kulturen Nord- und Südeuropas, lautete die Begründung für die Aufnahme in die Liste.

Gemeinsam mit der Kathedrale St. Peter in Genf und dem Schloss La Sarraz im Kanton Waadt gehört das Hospiz zu den ersten drei in der Schweiz mit diesem Label ausgezeichneten Stätten.

Gruppenangebote:
42.- CHF (mit Frühstück)

Partner Ticino Ticket

Dank Ihres Aufenthaltes in dieser Unterkunft haben Sie Anspruch auf das Ticino Ticket. Sie geniessen somit freie Fahrt mit dem öffentlichen Verkehr und Vergünstigungen auf Bergbahnen, Schifffahrten und touristische Hauptattraktionen des Tessins.

Eigenschaften

  • GRÖSSE Anzahl Zimmer: 22, Anzahl Betten: 55
  • VEREINE UND KATEGORIEN GastroTicino , Hotelleriesuisse
  • LAGE Ruhig , Panoramablick
  • DIENSTLEISTUNGEN Die wichtigsten Kreditkarten werden akzeptiert , BIKE STOP+ , Restaurant
  • SPORT UND WELLNESS Geeignet für Radfahrer
  • STRUKTUR Öffentlicher Parkplatz
  • AUSSTATTUNG Zimmer mit WC , free Wi-Fi