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Ceneri alle ceneri

Harold Pinter / Luca Spadaro

In seiner dritten Pinter-Inszenierung, nach Il custode (Der Hausmeister) und Il calapranzi (Der stumme Diener) setzt sich Luca Spadaro mit Ceneri alle ceneri (Asche zu Asche) auseinander, einem der letzten Stücke des britischen Dramatikers, der 2005 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet wurde.

Im Vergleich zu den vorangegangenen Texten ist Ceneri alle ceneri durch eine starke Unbeweglichkeit geprägt: zwei Personen, Mann und Frau, an einem Sommerabend. Ein Haus auf dem Lande, hinter dem Fenster ein Garten. Die Sonne geht unter. Ein Drink in der Hand, ein bequemer Sessel. Im Universum dieses Stücks können offenbar widersprüchliche Erinnerungen im Gedächtnis einer Person nebeneinander bestehen und alle wahr sein. Das sind wir, mit unseren Hobbys und unseren Freunden, und wir sind auch das, was den Menschen vor uns passiert ist, was uns ermöglicht, heute hier zu sein, in einem Sessel zu sitzen, mit einem Drink in der Hand und einem Garten hinter dem Fenster. Und an einem Sommerabend kann es passieren, dass unsere verborgensten Erinnerungen mit der Konkretheit von realen Dingen, von Ereignissen, die stattgefunden haben, wieder auftauchen und die festen Mauern unseres schönen Hauses in Frage stellen.

"Es hat mich immer fasziniert", schreibt Spadaro, "mit welch grosser Sorgfalt Pinter die Titel seiner Stücke auswählte. Ashes to ashes (Asche zu Asche) ist ein Zitat aus dem Buch Genesis, das später zum berühmtesten "Memento" des Christentums wurde. In dem Buch, mit dem alles beginnt, ruft uns Gott in Erinnerung und ermahnt uns, unser Ende nicht zu vergessen".

Preise

Eigenschaften

  • GEÖFFNET Fr.... Sa.: 20:30
    So.: 18:00
  • TYPOLOGIE Theater