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Tremolastrasse

Die Tremolastrasse ist das längste Strassenbau-Denkmal der Schweiz. Als helles Band schlängelt sie sich von Airolo zum Gotthardpass hinauf. Eine eindrückliche Sicht darauf geniesst man auf dem Saumweg vom Pass in die obere Leventina.

 

Die am linken Hang des Val Tremola angelegte weltberühmte Serpentinenstrasse entstand mit dem Bau der Gotthard-Passstrasse. Im spektakulärsten Abschnitt überwindet die Strasse auf einer Länge von vier Kilometern 300 Höhenmeter in 24 Kehren, die sogar eigene Namen tragen. Die Passstrasse zwischen Göschenen und Airolo wurde in den Jahren 1827 bis 1832 nach Plänen des Tessiner Ingenieurs Francesco Meschini erstellt, nachdem die Zufahrtsstrassen von Basel und Chiasso bereits seit den 1810er-Jahren laufend ausgebaut wurden.

 

Die Tremolastrasse präsentiert sich heute weitgehend im Zustand der 1951 abgeschlossenen Rekonstruktion. Die sechs bis sieben Meter breite Strasse wird von bis zu acht Meter hohen Mauern begrenzt und gestützt. Teilweise sind noch die alten Trockenmauern vorhanden. Die Pflästerung mit Granitsteinen ist weitgehend erhalten, ebenso die Kilometersteine. Verschwunden sind die beiden Strassenwärter-Häuser. Das erste stand bis zu seiner Zerstörung 1989 am Anfang der Tremolastrasse. Das zweite befand sich weiter oben, unterhalb von Voltone. 1874 von einer Lawine zerstört, wurde es wegen der nahenden Eröffnung der Gotthardbahn 1882 nicht wieder aufgebaut.