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Tremona

Der Name Tremona, der schon in einem Dokument aus 864 auftaucht, kommt von den drei Hügeln (Castello, 650 m ü. d. M., Sant’Agata, 617 m ü. d. M. und Grumo, 574 m ü. d. M.) die den Talkessel überragen; es handelt sich um ein bereits im Neolithikum besiedeltes Hügeldorf, wie Funde im archäologischen Park Tremona - Castello belegen. Die menschlichen Siedlungen bestanden auch während der Römerzeit und durch das Mittelalter hindurch, als das Dorf durch eine Burg geschützt war, deren Reste im Jahr 2009 ausgegraben wurden; während des zehnjährigen Kriegs zwischen Como und Mailand wurde es schließlich aufgegeben (13. Jahrhundert).

 

Genau wie die angrenzenden Gemeinden unterstand auch Tremona hinsichtlich der weltlichen und der geistlichen Verwaltung der Pieve Riva San Vitale, zumindest bis zu der Trennung im Jahr 1493. Bis zum Jahr 1770 war die Sant’Agata gewidmete Kirche die Pfarrkirche, danach nahm die Kirche dell’Assunta (welche schon 1583 dokumentiert war) diese Stelle ein. Tremona hat seit jeher einen landwirtschaftlichen Charakter, vorwiegend mit Weinbau (der bis heute sehr erfolgreich betrieben wird) und Viehzucht. Die weitläufigen Weinberge und die Herstellung des bekannten Weißweins Sant’Agata sind auch auf dem Gemeindewappen verewigt, das auf rotem Hintergrund eine auf drei grünen Hügeln stehende silberne Butte voller Weintrauben darstellt.

 

Ab dem frühen 20. Jahrhundert und bis in die Sechzigerjahre entvölkerte sich das Dorf allmählich (1960 gab es nur noch 155 Einwohner), danach wuchs die Bevölkerung wieder, weil Tremona zu einem Wohngebiet geworden war. Ab Mitte der Siebzigerjahre wurde Tremona (seit 2009 ein Ortsteil der Stadt Mendrisio) zum Wohn- oder Ferienort für viele Künstler hauptsächlich aus der Deutschschweiz (Max Weiss, Max Marti, Peter Keller und Walter Diggelman, um nur ein paar zu nennen) und erhielt den passenden Übernamen „Klein-Ascona“.

Eigenschaften

  • TRANSPORTMITTEL Bus