Brauchtum

Feste soll man feiern, wie sie fallen... Obwohl nur noch zwei Prozent der Tessiner Bevölkerung von der Landwirtschaft lebt, sind die Volksfeste nach wie vor stark mit dem bäuerlichen und kirchlichen Jahresrhythmus verknüpft. Fixpunkte sind die Fasnacht, Prozessionen zu Ehren von Heiligen und Erntedankfeste.

Einmalig ist die Osterprozession von Mendrisio. Schaulustige strömen am Gründonnerstag von weit her herbei, um zu sehen, wie Jesus das Kreuz durch das Städtchen trägt. Über 600 Personen sind aktiv an dem religiösen Spektaktel beteiligt. Sie halten eine Tradition aufrecht, die bis ins 17. Jahrhundert zurück reicht.

Not macht erfinderisch

Das Tessin war während Jahrhunderten eine sehr arme Gegend. Not und Elend zwangen viele zur Emigration, um das Glück anderswo zu suchen. Doch Not macht auch erfinderisch. Dies gilt besonders für das Muggio-Tal, das südlichste Tal der Schweiz.

Unter der Leitung des Museo etnografico della Valle di Muggio wurde dort eine Art Freilichtmuseum geschaffen. Thematische Wanderwege führen zu sorgfältig restaurierten Mühlen, Schneekellern, Vogelfangtürmen, Brücken, Köhlerstätten, Dorrhäusern und Brunnen. Zudem finden in der Casa Cantoni in Cabbio, im Hauptsitz des Museums, regelmässig Ausstellungen über spezifische Themen rund um das Leben im Tal statt.

Auch in anderen Tessiner Gegenden haben die Einheimischen das kulturelle Erbe ihrer Vorfahren sorgfältig für die Nachwelt erhalten. Im Kanton Tessin gibt es deshalb zahlreiche ethnographische Museen, die allesamt einen Besuch wert sind.

So ein Käse!

Selbst gemacht schmeckt am besten! In der Schaukäserei in Airolo können Sie Ihren eigenen Käse herstellen. Die Käser helfen Ihnen dabei.

Fasnacht im Tessin

Von Bellinzona nach Chiasso, aber auch von Locarno nach Biasca gibt es zahlreiche Fasnachtsfeiern, welche im ganzen Tessin die kalten Tage erwärmen.

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