

Gastronomie und Tradition
Die Tessiner Küche war früher eine arme Küche. Die kärglichen Mahlzeiten der Bauern bestanden hauptsächlich aus Hirse, Buchweizen, Mais, Kastanien, Milchprodukten und Pilzen. Auch heute findet man die "Cucina povera", die arme Küche, noch auf dem Speiseplan.
Zu dieser Basis der einfachen Kochkunst gesellen sich die frischen Fische aus den Seen, prall gefüllte Würste, Braten und Wildspezialitäten. Der Einfluss der lombardischen Küche hat zudem zu einer Erweiterung des Speiseplans geführt: Risotto, Ravioli und andere Teigwaren sind längst fester Bestandteil der Tessiner Kochkunst.
Köstlich sind die typischen Würste: Cotechino und Luganiga werden zu Polenta oder Risotto gegessen. Pferdefleisch, Kaninchen und Rinderschmorbraten gehören ebenso zur Traditionsküche wie Bohneneintopf oder die beliebte Gemüsesuppe Minestrone ticinese. Ebenfalls empfehlenswert sind die würzigen Alpkäse aus Kuh- oder Ziegenmilch, die vor allem in Öl und Kräutern eingelegt ein Genuss sind.
Zum Fleisch isst man alle Arten von Gemüse, vorrangig die goldgelbe Polenta, ein Maisbrei. Der Risotto, eigentlich eine Mailänder Spezialität, ist in allen erdenklichen Formen auch im Tessin zu einer Art Nationalgericht avanciert. Im Herbst schmeckt er besonders gut mit Steinpilzen.

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